Aufbau Außenborder

      Aufbau Außenborder

      Guten Abend erstmal.

      Brauche mal Eure Hilfe - was Rennboote, insbesondere Flexwellen, Endstücke usw. betrifft bin ich völliger Newbie. . Habe dieses Boot aufgebaut.




      QUELLE: www.152vo.de

      Entstanden ist es nach einem Originalplan aus den 40er Jahren. Antrieb ist ein mit Teflonrohr und vernünftiger Kupplung gepimpter Graupner GTX 650 mit einem Mega Brushless 22/10/6 (1890 KV) mit Silikonkühlmantel an 4S und 33-3-Blatt-K-Prop. Geschwindigkeit knapp 40 km/h.

      Allerdings ist der Graupner Außenborder nicht wirklich für die Leistung gemacht. Der "Strut" bzw. das Endlager des AB'S ist hin.

      Nun habe ich mir den Rahmenbausatz eines Modellaußenborders besorgt.

      Prinzipiell brauche ich nun das komplette "Innenleben".

      Und jetzt kommt der Witz an der Sache - übliche Motorlaufrichtung von hinten gesehen auf den Propeller gesehen ist ja linksrum.

      Ich will aber komplett rechtsrum aufbauen. Mittlerweile haben wir ca. 12 dieser Vintage-Outboard-Racer gebaut, aber wir fahren gegen den Uhrzeigersinn. Mit dem Uhrzeigersinnn läuft mein Boot, eigentlich alle, besser. Tippe da mal mit meiner geringen Erfahrung auf den Propwalk. Gewichtsverlagerung hat nichts Entscheidenes gebracht.

      Nun mal ein paar Fragen zu Flexwellenanlagen allgemein:

      Vorgesehen ist bei mir eine 3,2er-Flexwelle:

      - Ist eine Spannzange empfehlenswert, oder erfüllt eine normale Kupplung den gleichen Zweck wenn man evtl. aufs Flexwellenende noch eine Messinghülse klebt. Also das Ende welches in die Kupplung kommt?

      - Sollte man eine dann eine Spannzange mit Linksgewinde nehmen oder ist das völliger Quatsch?

      - Kann man ein normales Wellenendstück nehmen, oder sollte das auch Linksgewinde haben? Hier möchte ich DriveDog verwenden.

      - Sollte man im Strut eher Gleitlager oder Kugellager verwenden? wie sind da Eure Erfahrungen?

      Im Prinzip muss das mit der entgegengesetzen Drehrichtung ja funzen, Glaube bei zweimotorigen Cats laufen die Motoren doch auch gegenläufig.

      Bitte die evtl. blöden Fragen zu entschuldigen, aber ich weiß es nicht besser.

      Danke fürs Feedback.

      Thomas
      Hi Thomas,
      so lahm sieht sie nicht aus.

      Was AB angeht kenne ich mich auch nicht aus, aber ob li. oder re. entscheidet nur die Flexw. und der Prop.

      Endstück und Spannzange mit Linksgewinde gibt mehr Sicherheit, die rechten machen es aber auch.

      Mach doch mal ein paar Bilder, fährst du Prop. halbgetaucht oder tiefer?
      Ein gelenkter Antrieb fährt mit Sicherheit anders.

      Was die Haltbarkeit der Flexw. angeht ist Spannzange besser, (bei der Kupplung) passt die Hülse den noch durch dein Teflonrohr?

      Gleitlager oder Kugellager? einer so der andere so.
      Wenn Kugellager dann richtig gute, sonst kann es sein wenn die einmal nass stehen bleiben drehen sie sich nicht mehr oder machen Geräusche.
      Wenn Gleitlager dann möglichst große, mehr Auflage hält länger.

      Kann man die Lager bei dem Graupner AB nicht tauschen? bitte Foto
      Grüsse Maik

      Geduld ist die Kunst,
      nur langsam wütend zu werden. 8)
      Also für ein Holzböötchen sind 40 km/h gut. Gegenüber reinen Raceboats lahm. So 45 km/h werden rumpftechnisch evtl. drin sein. Allerdings ist der 100 Gramm schwere Brushless mit ca. 200 Watt an der Welle bei 1,6 KG Fahrgewicht leistungstechnisch am Ende. :)

      Meine Digicam ist gerade nicht bei mir. Aber ich mache dann morgen noch ein paar Detailfotos vom Boot bzw. AB. Ein Bilder habe ich glücklicherweise auf dem PC.

      Also - die Rumpfform ist ein fast Flattbottom. ca. 61 cm lang und ca. 26 cm breit. Hier ein Foto vom Aufbau:



      Das Boot hat auch noch eine Alufinne bekommen. Der Außenborder braucht ja einen Drehpunkt, damit das Boot mit den flachen Boden auch lenkt. Ansonsten würde es nur übers Wasser "schmieren" aber keine vernünftige Kurve fahren. Im Gegensatz zu einem Inboarder musst man beim Lenken schon etwas Gas geben. Es reicht ein Ausschlag von ca. 10 bis 12 Grad.

      Hier kann man den Außenborder gut sehen. Beim Schwimmtest war das Boot noch "holzfarben". Es ist mit 0,8er Flugsperrholz beplankt und mit zwei Lagen Epoxy (glaube das war 125Gramm und 25 Gramm) verstärkt. Beim Ausschwenken des Bootes mit G4-Holzversiegelung ist mir leider ein Unfall passiert. Das Holzfinish war nicht mehr zu retten. So wurde das Boot "peppermint".



      Die Anlenkung des Außenborders erfolgt vorbildgetreu. Ein Seil führt vom Außenborder über zwei kugelgelagerte Umlenkrollen zum Lenkservo mit Seilscheibe. Das System ist sehr zuverlässig.

      Das Boot läuft zwischen halbgetaucht und dreiviertelgetaucht. Der Winkel des AB's beträgt dabei ca. 0 Grad. Schwerpunkt ca. 1/3 vom Ende der Lauffläche gesehen.


      Der Dreck am Rumpf hat wahrscheinlich auch indirekt mit dem Lagerschaden zu tun. Bin einmal nicht um die Kurve gekommen und den Strand raufgerutscht. Nehme an, dass der rotierende Prop da mit einem Steinchen ins Gehege gekommen ist und das Lager dabei einen Schlag wegbekommen hat. Kein anderes der Boote hat Ärger mit dem Endlager - nur meins.



      Links seht Ihr das Originallger des Graupner Außenborders. Normalerweise ist die Bohrung hier ca. 4,8mm. Die Bohrung ist auf ca. 7 mm "aufgenudelt". Ein Teil des Gewindes war abgerissen und steckte noch im Außenborder.


      Daraufhin habe ich mir einen Ventiladapter meines Rennrad geschnappt. Er wurde gekürzt und an einem Ende auf 7.9mm aufgebohrt. Hier fand dann ein Kugellager mit den Maßen 7,9mmx4,8mm (oder 4,76mm?) ein neues Zuhause.



      Das Ganze wurde dann in den GTX einklebt. Mit Einschrauben war Essig. Der Ventiladapter hat ja ein Rechtsgewinde. Das Orignalteil Limksgewinde. Das gibt es auch nicht als Ersatzteil.



      Das Teflonrohr ist auf dem Bild nicht zu sehen. Das wurde danach noch erneuert. Beim Graupner AB läuft die 2,5er-Flexwelle ohne Teflonrohr. Das hat zur Folge, das bei höherer Drehzahl und Last (Brushless statt Bürste) das Material des Gehäuses/Lower Unit aufgeschmolzen wird und sich mit der Flexwelle verklebt. Dann ist der AB hin. Also wurde der Flexwellenkanal von mir vor der ersten Fahrt mit einem 4,4mm-Kugelfräser aufgedremelt und mit einem 4mm/3mm Teflonrohr versehen.

      Das Kugellagertuning hat jetzt so ca. 2 Stunden reine Fahrzeit gehalten. Jetzt fängt der Antrieb wieder an zu kreischen. Eigentlich hätte nach dieser Maßnahme auch die Flexwelle bzw. das Endstück erneuert werden müssen. Das Teil ist zwar ein lieferbares Ersatzteil, momentan nur überall "Out of Stock"

      Weiterhin bin ich, bzw. mein "Bauchgefühl", der Überzeugung, dass das Wellenendstück am Anfang und am Ende gelagert werden muss und nicht nur auf den letzten 2,5mm.

      Prinzipiell Nase voll und Aufbau eines neuen ABs.

      Hier ist mal ein Bild bzw. des Kyosho Dolphins von dem ich die kompletten Kunststoffteile gekauft habe:



      QUELLE: offshoreelectrics.com

      Hier sieht man, dass der AB 2 Lagerpunkte am Wellenendstück besitzt. Weiterhin ist der AB für eine 3,2er-Flexwelle vorgesehen. Gefällt mir weitaus besser.

      Knackpunkt ist allerdings, dass ich die Rahmenhälften aus Stabilitätsgründen miteinander verkleben möchte. Dann kann ich zwar noch die Flexwelle und das Teflonrohr austauschen, aber nicht mehr die Lager.

      Folgende wirre Idee habe ich aktuell dazu:

      Grundlage ist dieses Teil:

      ebay.de/itm/230851692252?ssPag…_trksid=p3984.m1438.l2648

      Die Messinghülse hat außen ein M10 Gewinde und innen 7mm. Hier kann man nun an beiden Enden Kugellager oder entsprechende Gleitlager einsetzen. Am Besten natürlich welche mit Kragen. Somit kann man sie, z.B. mit Loctite, gegen Herausfallen sichern.

      Die "Lower Unit" erhält als Aufnahme dieses Teil:

      ebay.de/itm/MB-Brennerkorperau…chnik&hash=item19d6227147

      Diese Brennkörperaufnahme wird in den AB eingesetzt. Klar, das Teil ist mindestens 12 bis 14mm im Durchmesser. Der GTX misst an dieser Stelle aber auch schon um die 10mm.

      Die Flexwelle wird ins Wellenendstück geklebt und in das Teflonrohr eingeschoben. Das komplette Gebilde wird dann in den AB eingeführt.
      Danach wird das Messingrohr mit den eingeklebten Lagern eingeschraubt und mit einem Hauch Silikon gesichert.

      Ideen, Kritik, Verbesserungsvorschläge? :D

      Achtung - ich habe KEINE Drehmaschine - der Maschinenpark ist ziemlich eingeschränkt.

      Über Feedback freue ich mich. Kännte dann gleich die Teile "hier vorne"
      bestellen.

      Viele Grüße
      Thomas

      Post was edited 3 times, last by “Outboard Racer” ().

      Hallo Thomas,

      guck doch mal die AB`s vom Maiks aus dem Shop hier an.
      Die sind wenigstens aus Alu u nichts son`n lumpiges Kunststoff wie die von Graupner u Co. Über die Aullität kannich dir aber nichts sagen, da ich keine habe.

      Wenn du mit deinen Kugellager`n kein langen Erfolg hast, versuch doch das Endstück mit ein Gleitlager zu lagern. So lang wie möglich.

      U wenn du heute abend zu 20Uhr lust hast, komm doch mit in Skype eine runde schnacken, ist immer ganz lustig mit ein paar Chaoten von hier:)

      Gruß
      Torsten
      Ein Bröwler to go bitte.

      Post was edited 1 time, last by “Torsten” ().

      Hi Thomas,
      zwei Lager am Endstück müssen sein, oder wie bei meinem ABs ein langes Lager, man muss sie tauschen können.

      Wenn du Hülsen brauchst sage bescheid, deine Endstücke sind auch kein Problem.
      Grüsse Maik

      Geduld ist die Kunst,
      nur langsam wütend zu werden. 8)
      Hi Torsten, hi Maik,

      ich habe gar kein Skype. Aber da werde ich mir mal ein Headset besorgen, Da nehme ich doch gern mal teil ;)

      Der AB von Maik ist schnuckelig. Aber für das vorhandene Boot bau ich erstmal selber. Allerdings wird noch ein weiterer Outboard-Racer diesen Winter folgen. Da werde ich mich dann bei einem kompletten AB bedienen. Der Kleine passt gewichtsmäßig super zu unseren Flitzern.

      Maik, ich war schneller. Habe jetzt vorne bei Euch im Shop eine Bestellung losgetreten. Zwei Kugellager habe ich mir vorhin "auswärts" bestellt. Die passen wie A***** auf Eimer.

      Das Einzige was ich dann noch haben muss, ist eine 3,2 er Flexwelle, Vierkant und dann noch entgegen der üblichen Laufrichtung, Die war nicht im Shop. Befürchte zwar gerade, dass es sowas vielleicht nicht gibt - aber da googel ich noch ein bisschen.

      In der allergrößten Not brauche ich dann noch ein Wellenendstück mit runder Aufnahme für die Flex. Allerdings war das 3,18 Endstück im Shop superkurz. Von den Abmessungen 1a passend für einen Außenborder.

      Werde dann berichten wie es weiter geht.